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St. Marien - Eine Ruheoase in der Fastenzeit

St. Marien - Eine Ruheoase in der Fastenzeit

St. Marien - Eine Ruheoase in der Fastenzeit

Fasten heißt auch: die innere Ruhe und Balance (wieder-)finden, nachdenken, Danke sagen, miteinander entstehen lassen und gemeinsam wachsen! Daher haben wir in diesem Jahr erstmalig einen Raum zur Ruheoase in der Fastenzeit eingerichtet.

Im Erdgeschoss, zentral, gleich neben dem Eingang unseres Schulzentrums soll ein Ort entstehen, für Einzelpersonen bis hin zu ganzen Klassen vom Volksschul- bis zum Erwachsenenalter, in dem angeregt über sich, Mitmenschen und die Umwelt nachgedacht werden kann. Besonderen Fokus wollen wir dabei auf die Fastenzeit lenken.

In ihrer Einkehr unterstützt und angeregt werden die Besucher der Ruheoase bei einzelnen Mitmach-Stationen durch ganz bestimmte Aufträge, sodass zum Schluss ein Raum voller kleiner und großer Werke entsteht. Dabei findet sich z.B. die Station „Ich packe meinen Koffer!“, bei der auf kleinen Kärtchen festgehalten wird, was man – frei von unwichtigen Dingen des Lebens – auf eine einsame Insel mitnehmen würde.

Beim Pflanzen und Pflegen von kleinen Kressebeeten überlegen wir uns: „Was möchten wir in uns oder in der Welt wachsen lassen?“, mit dem Ziel: „Pflege deine Vorsätze wie kleine Pflanzen und sie werden wachsen!“


Bei einer anderen Station kann man auf bunte Papierbänder jene Menschen schreiben, die einem besonders wichtig sind, mit dem Vorsatz, sich in der Fastenzeit mehr Zeit für diese Menschen zu nehmen, zuzuhören, für unsere Mitmenschen frei zu werden. Am Ende soll eine lange Kette der Mitmenschlichkeit entstehen.

An einer anderen Stelle im Raum sollen die Besucher auf einer großen Weltkarte mit kleinen Post-it´s Gebete oder Wünsche für andern Regionen dieser Welt formulieren. Mit den Händen formen und Danke sagen: Mit Plastilin in vielen bunten Farben wollen wir ausdrücken, wofür wir dankbar sind!


Bei einer weiteren Station steht die Frage: „Wenn du Gott eine Frage stellen könntest, was würdest du fragen?“ Die Fragen werden mit Wäscheklammern auf einem Netz befestigt und wachsen für alle sichtbar während der Fastzeit.

Die Fastenzeit ist die Zeit vor Ostern. Sie führt langsam zum Kreuz. Jesus trug das Kreuz und der Glaube der Menschen gab ihm Kraft dafür. An einem im Raum aufgestellten Kreuz sollen Fäden gebunden werden, als symbolisches Zeichen für Leid und Mühsal, das auch wir alle von Zeit zu Zeit ertragen müssen, mit dem Gedanken, dass der Glaube uns stützt und unterstützt.


Wir alle sind schon gespannt, welche inspirierenden Gedanken am 7. April, wenn die Ruheoase geschlossen wird, den Raum als Zeichen unserer lebendigen Schulgemeinschaft füllen werden.

(Text, Fotos: Michael Zwanziger, März 2017)